Aktuelles 24. August 2020
Nach Protesten aus der Zahnärzteschaft

WHO konkretisiert Empfehlungen zum Zahnarztbesuch

Die Reaktion der beiden zahnärztlichen Bundesorganisationen war unmissverständlich: Hohe Hygienestandards erlauben in Deutschland auch weiterhin sichere Kontrolltermine und Behandlungen in Zahnarztpraxen. Grund für diese inhaltlich eher profane Klarstellung von Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) war die verkürzte mediale Darstellung einer Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese riet, angesichts des steigenden Infektionsrisikos mit dem Corona-Virus, von Zahnarztbesuchen ab.

WHO konkretisiert Empfehlung für Zahnarztbesuch

Bisher keine Infektionen in einer Zahnarztpraxis

Nach Protesten aus der Zahnärzteschaft hat die WHO inzwischen selbst in weiteren Aussendungen die Aussagen korrigiert beziehungsweise stärker präzisiert. So ist die Empfehlung nicht grundsätzlich falsch. Sie zielt aber auf ein intensives, unkontrolliertes Übertragungsszenario ab. Dies ist derzeit in den meisten europäischen Ländern und insbesondere in Deutschland nicht der Fall. Entscheidend ist: Nach Angaben von BZÄK und KZBV ist bis heute in Deutschland kein Infektionsgeschehen in einer zahnärztlichen Praxis dokumentiert.

Vertrauen grundlos erschüttert

Die deutliche Klarstellung der beiden Bundesorganisationen zeigt eine gewisse Nervosität in der Zahnärzteschaft. Die Situation aus dem April dieses Jahres ist in den Köpfen immer noch präsent. Dort hatten Zahnarztpraxen mit Einbußen von bis zu 80 % zu kämpfen. Grund war die Sorge der Patienten vor einer Infektion mit dem Corona-Virus. Fehlinterpretierte Empfehlungen der WHO wünscht sich verständlicherweise niemand. Insbesondere, wenn sie das Potenzial haben, das Vertrauen der Patienten grundlos zu erschüttern.

Höchste Anforderungen – auch vor Corona

Denn schon vor Corona erfüllten die Hygienemaßnahmen in deutschen Zahnarztpraxen höchste Anforderungen. Laut einer aktuellen Studie des Instituts Deutscher Zahnärzte (IDZ) lagen die durchschnittlichen Ausgaben für Hygienemaßnahmen pro Praxis bei 70.000 € im Jahr. Das ist das Zehnfache im Vergleich zu durchschnittlichen Hausarztpraxen.

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